PRESSESTIMMEN

«In Romanen hat Alain Claude Sulzer häufig tragische Lebensläufe geschildert. Seine zurückgenommene, ganz und gar unaufgeplusterte, untragische Haltung gegenüber dem eigenen Leben ist für den Leser eine große Wohltat, seine schmale Autobiografie ein Stück scheinbar kunstloser Kunst.»

Ursula März, Die Zeit

«Sulzer lässt in Szenen der Sechziger- und Siebzigerjahre eintauchen, scharf beobachtet und hinreissend

beschrieben.»

Regula Tanner, Brigitte-Buchtipps

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«Das charakteristische Changieren zwischen Tatsächlichem, Erzähltem und Phantasiertem, das sich bei jedem Erinnerungsprozess einstellt, bestimmt auch Sulzers erzählerisches Prinzip.
Mit diskreter Eleganz erweckt Sulzer den weit entrückten Kontinent der Jugend wieder zum Leben.»
Maike Albath im Deutschlandfunk

«Keine falsche Melancholie schwingt daher in Sulzers Bildern aus einer seltsam fernen Zeit mit, kein Kitsch, keine maladie suisse verstellt ihm die Sicht. Er hält schlichtweg und in gebotener Kühle dem Anblick seiner Jugend stand. Wer meint, das sei keine grosse Kunst, der soll das erst einmal versuchen.»

Philipp Theisohn, NZZ

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Alain Claude Sulzer über "Die Jugend ist ein fremdes Land"

WDR 5 Bücher - Autoren im Gespräch | 04.11.2017 | 10:12 Min.

«Sulzer wehrt sich gegen die Regelhaftigkeit und chronologische Planbarkeit von Erinnerungen. Er vertraut auf die sprachliche und stilistische Kraft, die sich als verbindendes Medium über all die verstreuten Rückblendensplitter legt. So wendet sich "Die Jugend ist ein fremdes Land" von einem nostalgisch grundierten Bilderbogen in ein kunstvoll reduziertes Epitaph.»

 Christoph Schröder, Süddeutsche Zeitung

 

Alain Claude Sulzer ist ein Meister im Sinne bester Handwerkskunst, erzählt sauber, geschliffen, aber nicht poliert. Er tariert seinen Stil sehr fein aus zwischen Sachlichkeit und Sarkasmus. Er dringt nicht in die Tiefe, er bleibt nicht an der Oberfläche. Erf führt ins Zwischendrin und legt eine stilsichere Retro-Pirouette hin.

Christine Richard, Basler Zeitung

 

Sulzer erzählt exakt, anschaulich und mit subtilem Humor von früher Liebe, von seltsamen Nachbarn und Verwandten (Onkel Walter isst jeden Mittag Gorgonzola), Sonntagsausflügen und ersten Theatererlebnissen. Die Jugend ist ein fremdes Land ist Sulzers intimstes Buch. Doch in diesen freimütigen Erinnerungen ersteht die Schweiz der 1950er- und 1960er-Jahre plastisch und farbig. Rundum gelungen!

Manfred Papst, NZZ am Sonntag

Sulzer braucht nicht lange, um eine Atmosphäre zu erzeugen, um in mir als Leser etwas anklingen zu lassen, so dass meine eigenen Erinnerungen und Erfahrungen geweckt werden. Und dann fasziniert mich besonders die Leichtigkeit in diesem Buch. Wie prägnant und anschaulich und pointiert Sulzer schreiben kann. (...) Bei aller Leichtigkeit schafft Sulzer es, dass der verstorbene Bruder und auch die Trauer über den Verlust präsent sind, obwohl er kaum davon spricht – das gelingt nur einem großen Autor.

Julian Schütt, SRF

«Die Jugend ist ein fremdes Land» ist weniger ein «journal intime» oder Porträt des Künstlers als junger Mann als ein Buch über prägende Menschen, Dinge, Bücher, Einrichtungen, auch über prägende Lücken und über Unsagbares.

Julian Schütt, SRF